Strategisch denken

Drei Minuten Lesezeit. Veröffentlicht am 25. November 2018.

Strategie ist nichts, was nur für Schlachtfelder oder für Konzerne gedacht und gemacht ist. Strategie ist auch für dich in deinem Leben das wichtigste Werkzeug um deine Agenden durchzusetzen und deine Ziele zu erreichen.

Denn auch wenn du dich bereits an To-Do-Listen abarbeitest und dich produktiv siehst: Verhalten alleine führt nicht zum Erfolg. Fast alle Menschen haben Probleme mit etwas, meistens jeden Tag.

Die Menschen, die wirklich erfolgreich sind, sind die, die dabei strategisch denken und handeln. Wenn du fleißig und ambitioniert bist, und trotzdem scheiterst, liegt das oft am fehlenden Verständnis dafür Strategie zu erlernen.

Strategie hilft dir schon ganz allgemein dabei, dir über deine Ziele im Klaren zu werden, die Welt und dich bewusst darin wahrzunehmen und in und mit ihr klar zu kommen:

Für deine Ziele musst du dich ehrlich fragen, wo du in fünf Jahren sein willst, in fünf Monaten, oder auch in fünf Tagen. Dazu kommst du im besten Sinne nicht mehr darum umher, die Welt mit einem Sinn und Ziel im Kopf zu betrachten. Und ganz praktisch bedeutet das, dass du dafür lernen musst, mit einer sich ständig ändernden Welt klar zu kommen, und die Änderungen zu deinem Vorteil zu nutzen.

In etwas trockener formuliert: Strategisches Denken ist das Setzen von Zielen und dem Entwickeln von flexiblen Langzeitplänen um diese Ziele zu erreichen. Diese Pläne basieren auf einer sorgfältigen Analyse des externen und internen Umfelds.

Was genau macht strategisches Denken aus?

Eckpfeiler des strategischen Denkens

Für strategisches Denken gibt es sieben Eckpfeiler, die deiner Strategie einen Rahmen geben und sie mit den notwendigen Inhalten füllen.

Absicht: Es ist ein „ultimatives“ Denken erforderlich, um an alle möglichen Ausgänge von Plänen zu denken—und dir zu überlegen, welche Schritte dafür notwendig sind. Und es ist die bewusste Entscheidung nötig, keine zufälligen Kämpfe auszutragen, da sie zu nichts führen. Die Frage für dich: Was willst du?

Analyse und Sammeln von Informationen: Die SWOT-Analyse hilft dir dabei, dich und deine Ideen auf dem „Schlachtfeld“ zu präsentieren: Wie du zu deinen Stärken in einem Umfeld findest, dem du im besten Fall egal bist, und das im schlechtesten Fall gegen dich arbeitet. Dein Umfeld ist dabei nie statisch, und deine Wettbewerber schlafen nicht. Dazu musst du in deiner Selbstverwirklichung vorbereitet sein.

Vorbereiten der Ressourcen: Deine Ressourcen müssen jederzeit flexibel eingesetzt werden können. Dein Erfolg hängt maßgeblich davon ab, wie gut du vorbereitet bist und den Zugang zu deinen Ressourcen gewährleistest. Dafür ist ein ständiges Training und Disziplin im Umgang mit ihnen notwendig, und das du wissen musst, welche für dich lebensnotwendig sind.

Konzentration des Kraftaufwandes: Ergebnisse und Durchbrüche erreichst du dort, worauf du deinen Kraftaufwand konzentrierst. Strategie ist auch ein Ansatz, um einen Schwachpunkt zu finden durch den du durcharbeiten kannst. Du hast nur begrenzte Ressourcen, und du solltest dich auf die Dinge konzentrieren, die Erfolg versprechen.

Anpassungsfähigkeit: Strategie bedeutet nicht, dass du dich auf die eine Sache einschießt und dann damit zu leben. Strategie bedeutet anpassungsfähig zu sein. Dein Umfeld ändert sich ständig, und du musst in der Lage sein, deine Pläne anzupassen und so flexibel zu bleiben.

Diszipliniertes ausführen und detailliertes taktisches durchführen: Wenn du einen Plan hast, musst du ihn ausführen. Dabei muss dir nur klar sein, dass nicht nur kein sondern auch ein schlechter Plan zur Katastrophe führt. Allerdings gilt schon im Umkehrschluss was George S. Patton sagte: „Ein guter Plan vehement ausgeführt ist besser als ein perfekter Plan, den wir nächste Woche ausführen.“ Dafür musst du immer wieder daran arbeiten Pläne auszuführen.

Studieren von allgemeinen Prinzipien: Prinzipien sind das, was dir Gestalt beim Denken gibt. Du kannst sie für Jahre kennen, ohne sie je angewandt oder bewusst gelernt zu haben. Deshalb musst du aufpassen, nicht nach einer schnellen Lösung zu suchen, sondern nach einem tiefen Verständnis für die wesentlichen Prinzipien im Leben zu suchen. Sobald du sie erkennst, musst du sie untereinander verbinden und sie immer wieder reflektieren.

Strategische Beschränkungen

Wie in einem militärischen oder wirtschaftlichen Kontext gibt es allerdings diverse strategische Beschränkungen, die dich daran hindern deine Ziele strategisch zu verfolgen. Wenn du sie vorab kennst, kannst du sie ein- und umplanen.

Diese Beschränkungen findest du dabei in der Regel bei dir und in deinem unmittelbaren Umfeld: Wenn du dich zum Beispiel mit den falschen Freunden umgibst, für große Firmen und Konzerne arbeitest oder alle Schritte der Karriereleiter nimmst um etwas zu erreichen. Oder deine Lebensumstände behindern dich, wie eine zu frühe Heirat, oder wenn du zu jung Kinder bekommen hast.

Und mit einem kritischen Blick auf dich selbst solltest du immer wieder reflektieren, ob du vielleicht doch erwarten etwas zu bekommen ohne dafür etwas leisten zu wollen, oder ob du vielleicht schlicht zu geizig bist, um dir Bücher, Online-Kurse oder Seminare zu kaufen und zu buchen, die dir dabei helfen weiter zu kommen.

Denn letztlich: Die Welt ist voller Konkurrenten, die größten definierst du aber durch dich selbst.