Deine Ziele sollten dich begeistern

Sechs Minuten Lesezeit. Veröffentlicht am 3. März 2019.

Es ist Karneval! Zumindest hier vor der Haustür, und während die meisten schon besoffen den Tag anfangen, gibt es eine kleine Gruppe von Menschen wie dir, die das nicht möchten und lieber an sich arbeiten. Wie wäre es sich zu überlegen, womit du zur Fastenzeit durchstarten kannst, was dich wirklich begeistert, während die meisten irgendetwas von Katern und Fischen reden? Ein kleiner Anschub.

Deine Ziele sollten dich begeistern

Mit all dem, was gerade so in meinem Leben passiert, bin ich mehr als aufgeregt und begeistert über die Zukunft, die ich gestalte und der ich beisteuere.

Vor kurzem habe ich mal innegehalten, und mich gefragt: Wo zur Hölle war diese Begeisterung die ganze Zeit?

Versteh mich nicht falsch, ich bin vorher schon bei nicht wenigen Dingen echt begeistert gewesen. Allerdings hat das Momentum erst in den letzten Wochen so richtig dazu gewonnen. Mein Kopf läuft voll mit Ideen, und mir fällt es manchmal schwer da nachzukommen. So viel das ich machen will! Kreativität, die aus allen Ecken dringt, und mich aus meinem plätschernden Bach des Alltags in einen reißenden Fluss des Lebens zieht.

Das hat mich über einige meiner Perspektiven nachdenken lassen. Viele dieser Ideen hätte ich schon vor Monaten irgendwie umsetzen können. Aus diversen Gründen habe ich es nicht getan. Ich habe gezögert.

Und ich will, dass du nicht zögerst.

Es besteht hoffentlich auch für dich kein Zweifel daran, dass dich deine Ziele zutiefst begeistern sollten. Wenn sie es nicht tun, dann läuft da etwas gehörig schief. Die Idee, deine Ziele zu erreichen, sollte dich mit Aufregung durchfluten. Jeden verdammten Tag. Sie sollten dich beim Einschlafen begleiten, weil du weißt, dass du es nicht erwarten kannst, sie morgen weiter zu verfolgen.

Aber falls das nicht der Fall ist, dann solltest du dir vielleicht ein paar Dinge überlegen und überprüfen:

  1. Sind deine Ziele klar genug?
  2. Glaubst du daran, dass du sie verdienst?
  3. Sind sie deine Ziele?
  4. Hast du dich tatsächlich hin gesetzt, sie aufgeschrieben, und einen Plan entwickelt, wie du sie erreichen kannst?
  5. Hast du angefangen, sie umzusetzen?

1. Sind deine Ziele klar genug?

Es ist echt schwer, sich für ein unspezifisches Ziel zu begeistern. Was von den beiden Zielen klingt besser?

  • „Ich wäre gerne reich.“
  • „Ich will genug Geld haben, um mit meiner besseren Hälfte um die Welt zu reisen, ohne auf die Hotelrechnung schauen zu müssen, und mich freuen, das zwei, drei Monate lang zu tun. Ich will Hawaii sehen, Japan, China, Thailand, Vietnam. Das soll ein Abenteuer meines Lebens werden, und ich will meinen Enkeln davon erzählen und sehen, wie sie staunen.“

Siehst du, was ich meine? Das zweite Ziel klingt so viel einladender, weil es spezifischer ist. Wenn du deinem Ziel Eigenschaften beimengst, die damit einher gehen, fällt es deutlich leichter, es dir vorzustellen. Du weißt genau wohin du gehst. Warum du dorthin gehst. Wie du dorthin gelangst. Und was du tust, wenn du da bist.

Wenn du dir etwas vorstellen kannst, wird der Gedanke daran richtig mächtig, und vor allem fühlt er sich erreichbar an.

Ich schreibe dir hier schließlich von deinem Leben. Nimm dir die Zeit, und sei spezifisch, was deine Ziele angeht, die du erreichen willst. Es wird vielleicht das sein, was den Unterschied für dich macht.

2. Glaubst du daran, dass du sie verdienst?

Falls nicht, dann musst du an deinem Selbstwertgefühl arbeiten. Dein Selbstwertgefühl ist etwas unterbewusstes. Selbst wenn du dir sagst, dass du es verdienst erfolgreich zu sein, dein Unterbewusstsein sich da aber nicht integrieren lässt, dann kommt da nichts Gutes bei herum. Das Unterbewusstsein ersetzt immer das Bewusstsein. Und das ist auch der Grund, warum so viele Zusprüche nicht helfen.

Und deshalb nutzen wir so gerne unsere Vorstellungskraft, und sollten Dinge visualisieren. Wir wollen unsere Gefühle stimulieren und unser Unterbewusstsein ansprechen. Was auch immer du in dein Unterbewusstsein pflanzt und es immer und immer wieder mit Gefühlen unterfütterst—es wird letztlich zu deiner Realität. Und je intensiver du bei einer Idee oder besser einem Ziel fühlst, umso mehr wird dich dein Unterbewusstsein in die Richtung seiner Erfüllung bewegen.

Denk kurz darüber nach, wofür du dankbar bist. Dankbarkeit wird dich in eine Denkweise versetzen, in der sie dich an all den Reichtum erinnert, den du bereits hast. Du atmest. Du bist gesund, hast Essen und ein Bett zum Schlafen. Du hast dieses fantastische Zaubergerät, mit dem du diese E-Mail lesen kannst. Du hast so viel mehr als du denkst. Oder in etwa wie der Spruch geht: All das Gute anzuerkennen, das du bereits in deinem Leben hast, ist der Weg zu wahrem Reichtum.

Jetzt denk an einen Augenblick, in dem du es geschafft hast, den Tag von jemandem zu versüßen. Falls dir keiner einfällt, dann setz dir als Ziel, es morgen zu tun. Und wenn es nur ein aufrichtiges Kompliment ist, oder Aufmunterung. Bemerke wie viel „Macht“ du hast.

Und jetzt denk an Errungenschaften in deinem Leben, auf die du stolz bist. Was hast du gemacht? Wie hat es dich fühlen lassen als du es gemacht hast? Denk an dieses Gefühl, und spüre für dich, wie du dieses Gefühl wieder haben kannst. Da steckt eine großartige Person in dir, die darauf wartet, dass du sie wieder ins Sonnenlicht bringst. Du kannst dich dafür entscheiden diese Person zu sein.

Wenn du das geschafft hast, dann kehre kurz in dich, und vergebe dir selbst, und vergib anderen Menschen, die dich verletzt haben. Das braucht hin und wieder scheinbar unendlich viel Kraft. Du musst für dich aber begreifen, dass die Vergebung für dich ist, und nicht für sie. Du entscheidest dich dafür, dieses schwere Gewicht von negativen Gefühlen nicht länger auf deinen Schultern zu lassen, in dem du es ziehen lässt. Entscheide dich ganz bewusst dafür, dass es keine Kontrolle und Macht mehr über dein Leben hat.

3. Sind sie deine Ziele?

Willst du etwas für dich, oder willst du etwas für jemand anderes? Lebst du entsprechend deiner Erwartungen? Oder lebst du nach den Erwartungen von anderen Menschen?

Ziele zu erreichen wird dich erfolgreich machen. Nur: Falls diese Ziele gar nicht deine sind, sondern die von jemand anderem, dann werden sie dich nicht erfüllen. Dieser Erfolg wird bedeutungslos für dich sein. Stell dir vor, du erreichst etwas, und dann fühlt es sich so an, als hättest du deine Zeit verschwendet? Als wäre es das nicht wert gewesen? Das sollte dir nicht passieren. Nein, stell sicher, dass dir das nicht passiert.

4. Hast du dich tatsächlich hin gesetzt, deine Ziele aufgeschrieben, und einen Plan entwickelt, wie du sie erreichen kannst?

Und wie hier der Spruch ist, „Ein Ziel ohne Plan ist nur ein Wunsch.“ Falls du dich noch nicht hingesetzt hast, und deine Ziele aufgeschrieben hast, dann hast du deinen Ernst ihnen gegenüber nicht fest gemacht. Denk mal darüber nach. Es ist so leicht, sie einfach nur aufzuschreiben. Du kannst darüber auf zwei Arten nachdenken:

  1. „Das ist so einfach, das wäre lächerlich es zu machen. Welchen Unterschied macht es?“
  2. „Es ist so einfach, das könnte ich einfach machen. Warum sollte ich es nicht machen?“

Deine Ziele sind mitunter die wichtigsten Aspekte in deinem Leben, weil sie ein Ausdruck des Lebens sind, das du haben willst. Nimm sie ernst. Tacker deinen Arsch auf einem Stuhl fest und schreibe sie auf.

5. Hast du angefangen, deine Ziele umzusetzen?

Fang an. Es ist egal, ob du erstmal nur fünf Minuten in sie steckst. Du musst unbedingt etwas tun, wo du sofort zurückschauen kannst und für dich siehst, dass du dich bemühst. Verstehe, dass du deinem Ziel bereits etwas näher als zuvor bist. Feiere dich etwas, weil du bemerkst, dass du das wieder tun kannst.

Wie zur Hölle willst du sonst überhaupt wissen, ob etwas erreichbar ist oder nicht, wenn du es nicht mal versucht hast? Es spielt dabei auch keine Rolle, ob du es nicht so machst wie jemand anderes. Das sollte dir ohnehin egal sein: du bist du, du bist deine eigene Person und Identität. Du hast deine eigenen Stärken und Schwächen und die machen dich aus. Du wirst das wie und die Dinge ganz natürlich machen. Und das wird dich von anderen unterscheiden, und andere Menschen werden das zu schätzen wissen und deshalb zu dir kommen. Niemand mag dasselbe nur in grün. Menschen sehen gerne etwas anderes, jemand anderen, mit einer eigenen Geschichte.

Und wenn du jetzt begeistert bist

Mit all dem, was du jetzt gelesen hast, ist es sehr leicht, sich davon tragen zu lassen, mit all dem Potenzial deine Ziele zu erreichen. Besonders, wenn die ersten Ergebnisse zu dir kommen. Du willst mehr, und das ist total verständlich.

Du musst dir nur unbedingt vor Augen halten, dass das ein transformativer Prozess ist. Versuch nicht, Ergebnisse zu erzwingen. Erwarte sie nicht sofort. Lass sie zu dir kommen. Konzentriere dich einfach auf den Prozess und deinen Fleiß.

Nimm, was du daraus lernst, und verfeinere es für das nächste Mal. Wiederholung und Konsequenz werden die Waffen deiner Wahl sein.


Ich habe mir inzwischen angewöhnt, jede Idee, die ich habe, sofort aufzuschreiben. Es gab Zeiten, bei denen ich wie verrückt vor Begeisterung war und diese fantastischen Ideen hatte, nur um sie zu vergessen, als die Begeisterung verflogen war. Sie aufzuschreiben, mit ein paar Details, hat es mir ermöglicht, sie umzusetzen und mich eben an die Begeisterung zu erinnern, die mit ihnen zusammen da war.

Inzwischen freue ich mich sehr darüber, dass ich viele meiner Ideen umsetzen konnte, und ich freue mich einen Ast, sie nach und nach der Welt zu zeigen. Und wenn du noch etwas länger dabei bleibst, wird dir sicher die eine oder andere davon begegnen.

Und bis dahin: Wie schaut’s bei dir aus? Was sind deine Ideen? Was begeistert dich? Kann ich dir helfen? Antworte mir gerne.